Qualifizierung

2019: Seminare und Methoden für Mitarbeiter*innen in Integrationskursen oder in der Zusammenarbeit mit jungen Erwachsenen mit Flucht- oder Migrationshintergrund

Wie können wir Sprachförderung durch kreative Medienarbeit unterstützen? Wie können wir Medien sinnvoll in den Unterricht einbetten und mit ihnen curriculare Inhalte erarbeiten? Wie können wir auf die Herausforderung der digitalen Mediennutzung reagieren und einen guten Umgang mit Gerüchten, Fake News, Datenschutz und Privatsphäre-Einstellungen entwickeln? Digitale Medien und praktische Medienarbeit können auf vielfältige Art und Weise einen Beitrag für die Integrationsarbeit leisten: bei der gesellschaftlichen Teilhabe im Netz, beim Einstieg in das Ausbildungs- oder Berufsleben, zur Orientierung im neuen Lebensumfeld oder beim Spracherwerb. Doch Ehrenamtliche und Fachkräfte im Kontext der Integration sind selten hierfür qualifiziert: Das Projekt Medienkompetenz der Vielfalt will das ändern und bietet dazu Methoden und Fortbildungen zur Unterstützung an.
Die praxisnahen Seminare sind kostenfrei und richten sich an Fachkräfte aus Sprachförderkursen, Integrationskursen oder anderen Angeboten für Migrant*innen und Geflüchtete.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Niederschwellige Methoden zum Einsatz von Medien
  • Sprachförderung durch kreative Medienarbeit Vermittlung von Medienkompetenz und Medienkritik
  • Ausbau der eigenen medienkritischen Haltung
  • Förderung der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe durch Medien
  • Sensibilisierung für Fake News Informationen zu Verbraucherschutz und kostenfreien Apps
  • Auseinandersetzung mit Datenschutz und Privatsphäre

Folgende Seminare wurden angeboten:

Sprachförderung und kulturdiverse Medienpädagogik

Ob Fotostory und Video-Tutorial, Audiointerview oder selbst gebastelte Lern-App – praktische Medienarbeit macht Spaß und führt durch die Zusammenarbeit der Teilnehmer*innen zu kommunikativen Prozessen. So können Medienprojekte den Spracherwerb gut und sinnvoll unterstützen. Dabei können Methoden aus dem DaF- Bereich angewendet werden, um die Medienarbeit zu ergänzen. Zudem werden die vielfältigen Ressourcen der Teilnehmer* innen einbezogen. Durch das eigenständige Arbeiten an einem Projekt kann zudem die Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden erhöht werden. Das Seminar erprobt praktisch verschiedene Methoden, die Sie technisch niederschwellig umsetzen können.

Referentin: Mona Khein El Din, Dipl. Informatikerin (FH), Medienpädagogin und Anti-Bias-Trainerin. Arbeitet mit Eltern und Pädagog*innen im interkulturellen Kontext; Schwerpunkt liegt in der Stärkung von Eltern und Pädagogen in ihrer Medienerziehung und in der Förderung von mehrsprachiger Literacy in mehrsprachigen Familien und pädagogischen Einrichtungen. www.kheireldin.de

Termine:
12. April 2019 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr | Dortmund
18. Mai 2019 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr | Bielefeld

Medienkritik – Umgang mit Internet-Gerüchten und Fake News

Ziel der Methoden in diesem Seminar ist die Förderung einer medienkritischen Haltung. Dazu soll zunächst veranschaulicht werden, wie Medien entstehen. Teilnehmer*innen können dies erforschen, indem sie sich selbst als Nachrichtenredakteur*innen ausprobieren oder gemeinsam eine Webseite basteln. Einen Schwerpunkt bilden auch die Themen Fake News und Internet-Gerüchte: Was sind Fake News und wie können wir sie erkennen? Es soll beispielhaft gezeigt werden, wie schnell Fake News generiert und verbreitet werden können. Zudem gibt es im Seminar einen Exkurs zu Hate Speech, in dem Gesetze, Methoden und mögliche Strategien im Umgang mit Hass-Kommentaren diskutiert werden. Die Methoden sind so konzipiert, dass sie leicht in den Unterricht integriert  und umgesetzt werden können.
Referent: Heiko Wolf, freier Medienpädagoge (M.A.), alias „Der Medienwolf“, arbeitet mit verschiedenen Zielgruppen, wie Kindern und Jugendlichen, Lehrer*innen sowie Sozialarbeiter*innen. Er beschäftigt sich mit Querschnittsthemen zwischen Medien und Sozialer Arbeit und gibt Workshops zu Cyber-Mobbing, Hate Speech und kreativer Medienarbeit, u.a. als für die AJS NRW, GMK, Politischer Arbeitskreis Schulen und  Blickwechsel e.V.
www.dermedienwolf.de

Termine:
15. Mai 2019 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr | Dortmund
1. Juni 2019 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr | Bielefeld

Verbraucherschutz, Privatsphäre und Datenschutz

Vermeintliche kostenfreie digitale Dienste, wie Handy-Apps, zahlen wir mit der Preisgabe unserer persönlichen Daten. Wenn wir eine App nutzen,  nehmen wir dies oft einfach hin. Doch welche Datenspuren hinterlassen wir dabei? Wo und wie werden diese ausgewertet? Der Workshop  beschäftigt sich mit dem Thema Big Data. Zudem werden  gesprächsanregende Methoden gezeigt und angewendet, die im Unterricht eingesetzt werden können und eine kritische Haltung und Diskursfähigkeit fördern. Ziel ist es, die Teilnehmenden für das Thema Datenschutz zu sensibilisieren und Möglichkeiten für eine kritische Nutzung aufzuzeigen. Praktische Methoden sollen sensibilisieren, wo wir überhaupt Daten hinterlassen und welche Daten ein Smartphone aufzeichnen kann. Auch ein Blick in die Privatsphäre-Einstellungen von Apps lohnt sich.

Referentin: Esther Lordieck, Projektleiterin bei UPLOAD NRW – Wir bringen Medien in die Jugendarbeit und Ansprechpartnerin für Angebote rund um Big Data Analytics beim jfc Medienzentrum, Köln
www.jfc.info/team

Termine:
10. April 2019 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr | Dortmund
15. Juni 2019 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr | Bielefeld

Den Flyer als PDF finden Sie hier.

Seminarorte

AWO Bielefeld, Arndtstr. 6–8, 33602 Bielefeld

Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund

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